Geschichte


Geißenlied

Die Geiß isch die Kuh vo de ganz arme Leut,
ganz arme Leut, ganz arme Leut
Sie meckert wenn sie vo de Milch will befreit
Ei jei jei jei jei jei

Ei jei jei jei die Geiß isch weg,
die Geiß isch weg, die Geiß isch weg
Ei jei jei jei die Geiß isch weg,
die Geiß, die Geiß isch weg

Die Geiß hät zwei Hörner und glotzende Auge,
glotzende Auge, glotzende Auge
Und wenns die nit hät könnts nit stoße und schaue
Ei jei jei jei jei jei

Ei jei jei jei die Geiß isch weg,
die Geiß isch weg, die Geiß isch weg
Ei jei jei jei die Geiß isch weg,
die Geiß, die Geiß isch weg

Die Geiß hät en lustige Pinsel am Schwanz,
Pinsel am Schwanz, Pinsel am Schwanz
Und wenns dä nit hät wär die Geiß au nit ganz
Ei jei jei jei jei jei

Ei jei jei jei die Geiß isch weg,
die Geiß isch weg, die Geiß isch weg
Ei jei jei jei die Geiß isch weg,
die Geiß, die Geiß isch weg

Entstehung und Gründung - Die Geschichte der Münchinger Geißen
Die Münchinger Turner wollten nicht nur turnen, sie wollten auch Fasnacht machen. Und so entstanden die einzelnen Figuren:

Zuerst gab es ab 1974 einen Narrenrat. 11 Männer sollten auf einem Baumstamm sitzen, aber nicht mehr als 1000 kg wiegen. Also ging man zu Günther Hany und ließ sich ein Häs entwerfen. Das Vorbild für unsere Narrenräte sind wohl die umliegenden Orte.

Im Jahr 1985 gründeten sich die Münchinger Geißen nach folgender Geschichte:
Wenn das spärliche Futter in manchen Gegenden nur knapp für eine Kuh reichte, so wurde doch immer eine Ziege, umgangssprachlich Geiß genannt, satt, da sie viel anspruchsloser war. Die Geiß war ein guter Milch- und Fleischlieferant und günstiger in der Anschaffung und trug so zur Ernährung armer Familien den größten Anteil bei. Auch wurde die Geiß als eine Art "Gesundheitspolizei" angesehen - wurde eine Ziege krank, so war dies ein Alarmsignal und das ganze Vieh im Stall musste beobachtet werden, um einer eventuellen Seuche vorzubeugen. Auch herrschte früher der Aberglaube, dass die Geißen alle Krankheiten von den anderen Tieren abwenden und auf sich ziehen würden.
Daher kommt unsere Narrenfigur, die Geiß. Sie trug ein Fellkostüm und eine Holzmaske. Heute hat die Geiß ihr Fell abgelegt und trägt eine Hose mit Bemalung - auf dem rechten Bein die Geißenfigur, auf dem linken den Narrenrat. Diese werden bei Malermeister Hien in Bonndorf gefertigt. Die Jacke ziert das Geißenwappen, nur ein Fellkragen ist übriggeblieben. Die Geißenfigur hat eine weiß-rote gestrickte Mütze und eine Geißenkopf-Holzmaske. Der Narrenrat trägt eine schwarze ¾-Hose und rote Socken, ein weißes Hemd mit Krawatte, eine rote Weste und ein beiges Jackett mit Fellkragen und eine braune gestrickte Mütze.

Im Jahr 1998 wurden beide Gruppen zusammengelegt, zum heutigen Verein "Narrenzunft Münchinger Geißen e.V."

Zeitgleich entstanden auch die Figuren des Narrenvaters (Narrenrat) und der Narrenmutter (Geißen). Diese wurden 2008 im Rahmen der Satzungsänderung zu 3 Vorständen geändert. Ebenfalls zur Vorstandschaft gehören der Schriftführer und der Kassierer. Die Figur des Geißentreibers wurde wiederbelebt.
Mitglied der
Eingetragen als